Getreideernte 2015
 
 
Heuer wurde die Ernte mit besonderer Spannung erwartet. Das Hagelunwetter Anfang Mai hat für Unsicherheit bezüglich Qualität und Menge gesorgt. Der befürchtete Zwiewuchs hat sich durch die anhaltende Hitzeperiode nicht negativ ausgewirkt. Die vom Hagel betroffenen Felder wurden 4 bis 5 Tage später ohne Probleme geerntet. Die Ernte selbst verlief heuer auf Grund der anhaltenden Hitzeperiode zügig und ohne Unterbrechung. Die Haupternte konnte in der Woche vom 12. bis 19. Juli eingebracht werden. Nun zu den einzelnen Kulturen bzw. den entsprechenden Qualitäten:
 
Wintergerste:
Hohe Erträge mit guter Qualität. Hektarerträge um die 8.000 kg, Hektolitergewichte von 60 – 65 kg.
Raps:
Hier gab es die größten Hagelschäden. Dementsprechend unterschiedlich waren die Erträge und reichten von 1000 bis 2000 kg bei geschädigten und 2500 bis 3500 kg bei „normalem“ Raps. Inwieweit durch das Insektizid-Beizungsverbot Mindererträge entstanden sind, lässt sich durch die Hagelschäden schwer abschätzen. Insgesamt ein schwieriges Jahr für Raps.
Braugerste:
Die Sorte Fabiola hat mit hohen Erträgen und sehr guten Qualitäten überzeugt. Hagel hat bei Gerste kaum Schäden verursacht.
Weizen:
Überraschend hohe Erträge im Bereich von 5,5 bis 7 to je ha, unter besonders günstigen Verhältnissen waren auch höhere Erträge möglich. Während die Hektolitergewichte sowie die Fallzahlen sehr hoch sind, wurden bei den Proteinwerten meistens nur durchschnittliche Werte erreicht. Die Streuung war hier sehr groß und reichte von <11 % bis über 15 %. Der Großteil der gelieferten Partien lag jedoch im Bereich von 12,5 % bis 14 %. Gute Qualitäten werden auch heuer wieder gefragt sein.
Durumweizen, Roggen und Körnererbsen:
Anbaubedeutung in unserem Gebiet eher gering. Qualitäten und Erträge waren, bedingt durch das heiße Erntewetter, sehr gut.