Getreideernte 2003

Die heurige Ernte war geprägt durch einen frühzeitigen Druschbeginn bereits um den 20. Juni. Bedingt durch das trockene Frühjahr und den extrem heißen Juni wurde mit bescheidenen Ernteergebnissen gerechnet. Die gesamte Ernte wurde bei schönem Wetter ohne Störungen eingebracht, was sich posiitiv auf die Qualität vor allem bei Weizen und Durum auswirkte.

Wintergerste ist in unserem Einzugsgebiet kein Thema mehr. Die geringen Anbauflächen werden vorwiegend von Tierhaltern für den Eigenverbrauch bestellt.

Bei Raps waren die Erträge sehr unterschiedlich. Je nach Gegend (teilweise durch Gewitterregen im April/Mai bevorzugt) konnten Erträge von 1200 bis 3000 kg je ha erzielt werden. Der Durchschnitt lag ca. bei knapp 2000 kg.

Futtererbsen schnitten bei den Erträgen sehr schlecht ab. Die Vermarktungsmenge liegt hier ebenfalls deutlich unter dem Vorjahr.

Braugerste konnte mit guter Sortierung bei akzeptablen Erträgen geerntet werden. Der Eiweißgehalt lag aber zum Teil im oberen Bereich (11 % - 12 %). Bei der Übernahme konnten wir beobachten, dass die Sorte Bodega durch eine bessere Sortierung hervorstach während die Sorte Barke im Durchschnitt niedrigere Eiweißwerte aufwies.

Bedingt durch die niedrigen Erträge (ca. 20 % unter einem Durchschnittsjahr) wies Weizen heuer wieder sehr gute Qualitäten auf und konnte zum überwiegenden Teil als Premiumweizen geerntet werden. Die Proteinwerte lagen durchwegs bei über 15 % bis 17 %. Hektolitergewichte von über 80 kg verbunden mit hohen Fallzahlwerten von über 300 sec. runden das erfreuliche Qualitätsbild ab.

Durumweizen konnte ebenfalls mit guten Qualitäten aber mäßigen Erträgen geerntet werden.

Abschließend kann man sagen, dass die heurige Ernte auf Grund der geringen Erträge, verbunden mit den hohen Qualitäten eine zügige Vermarktung auf einem durchaus auch für die Landwirtschaft zufriedenstellenden Preisniveau erwarten lässt.



Das erste Jahr Kaisergetreideanbau inkl. Vermarktung ist abgeschlossen. Auf Grund der gesammelten Erfahrungen kann man erste Bilanzen ziehen.

1. Mehraufwand Landwirt:

Ich weiß, dass kein Landwirt mit Verwaltungsarbeiten Freude hat. Doch der Aufzeichnungsaufwand ist gering (da durch die AMA sowieso bereits vorhanden). Landwirte mit Internetanschluß können diese Aufzeichnungen direkt übermitteln, ansonsten wird ein Vordruck mit den Ackerschlagdaten ausgefüllt.

Als finanziellen Mehraufwand kann man eventuell noch den verpflichtenden Saatgutbezug erwähnen. Bei einem fairen Preisvergleich Originalsaatgut - hofeigenes Saatgut wird man aber feststellen, dass dieser Unterschied sehr gering ist, da man bei hofeigenem Saatgut Putzungskosten, Beizkosten, Sackierung, Minderwert Ausputz, erhöhte Aussaatmenge, erhöhter Arbeitsaufwand usw. mitkalkulieren sollte.

2. Mehraufwand Übernahmestelle:

Getrennte Lagerung, Rückstellmuster, Lagerdokumentation und HACCP Zertifizierung sind Aufgaben der Übernahmestellen. Ich kann nicht ohne Stolz behaupten, dass wir diese Herausforderung bereits im ersten Jahr problemlos bewältigt haben.

Das Ergebnis dieser Bemühungen war qualitativ hochwertiges mit Stammbaum, welches einen entsprechenden Mehrerlös erzielen und sich am Markt etablieren konnte.

Um Ihnen die Aufzeichnungen weiter zu erleichtern, bietet Ihnen LBG Computerdienst Korneuburg in Zusammenarbeit mit Kaisergetreide den LBG Bodenwächter zu besonders günstigen Konditionen an.

Dieses Programm erfüllt die ÖPUL Aufzeichnungen IP Wein, Red. Getreide, IP Obst, Gewässerschutz, Kaisergetreide usw.

Ferner werden die Düngerbedarfsrechnung, Streuliste, Anbauplanung, Überwachung Öpul Richtlinien usw. durchgeführt. Bei Interesse informieren wir Sie gerne.