Ein Bericht über die Sonnenblumen, Soja und Maisernte 2011

Anfang September begann die Sonnenblumenernte. Der Anbau dieser Kultur ist leicht rückläufig. Wildschäden, Bodenbearbeitung nach der Ernte sowie eventuelle Ertragsminderungen bei Folgefrüchten (Wassermangel etc.) sind die Gründe. Trotzdem hat sich der Sonnenblumenanbau etabliert und bringt immer wieder schöne Deckungsbeiträge. Die Erträge lagen heuer bei durchschnittlich knapp 3 to/ha. Bei den momentanen Preisen durchaus zufriedenstellend.

Der Sojaanbau in unserem Gebiet erfolgt eher sporadisch und in kleinerem Umfang. Da der Wasserbedarf dieser Pflanze in einem für unsere Gegend kritischen Zeitraum fällt, (Anfang Juli bis Mitte August-Blüte) bleibt abzuwarten ob diese Pflanze an Bedeutung gewinnen wird.

Mais ist eine der Hauptkulturen. Trotz der Trockenphase in einigen Gebieten wurden auch heuer wieder beachtliche Mengen geerntet. Die Erträge lagen zwischen 10 und 12 to Naßmais in trockenen Lagen und bei leichten Böden. Im Normalfall bei guten Böden wurden aber 12 bis 15 to Naßmais je Hektar geerntet. Die Feuchtigkeitswerte lagen zu Beginn der Ernte (Mitte September) bei etwa 30 % und betrugen bei der Haupternte Mitte Oktober meist 20 - 25 %. Diese Feuchtigkeiten sind in der Folge jedoch kaum weiter gesunken. Die Vermarktung erfolgte sowohl durch sofortige Naßmaisanlieferung an die Industrie (Jungbunzlauer, Agrana Aschach) als auch durch Trocknung und Lagerung in unseren Betrieben. Das Preisniveau lag und liegt nicht mehr ganz so hoch wie im Vorjahr, ist aber noch immer zufriedenstellend.

Für den gesamten Getreidemarkt kann man sagen, das die hohen Erntemengen, Importe aus der Ukraine und anderen Oststaaten sowie die Wirtschafts/Finanz/Eurokrise alle Marktteilnehmer im Moment verunsichern. Trotzdem glaube ich an eine positive Entwicklung der Märkte. Steigende Weltbevölkerung, rückläufige Anbauflächen sowie alternative Verwertungen werden die Voraussetzung für eine erfolgreiche Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Betriebe schaffen. Als Beispiel kann hier angeführt werden, das Österreich in den letzten Jahren von einem Getreideexporteur durch verschiedene Projekte (Jungbunzlauer, Agrana Pischelsdorf und weitere, kleinere Verarbeitungseinheiten) zu einem Getreideimporteur (bezogen auf die Nettomenge) wurde.